Kaum bekannte Fakten zu Kaffeekonsum und Koffein. Wie wach macht Koffein wirklich?

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Kaffeetasse mit KaffeeFast die ganze Welt ist sich einig: Ein Kaffee am Morgen macht wach! Der französische Schriftsteller Balzac soll am Tag bis zu 50 Tassen des verbreiteten Koffeinspenders getrunken haben. Die gute Nachricht ist, dass Koffein für die meisten Menschen gut verträglich ist und ihnen auch kurzfristig als Stimulans dienen kann, der die Konzentration erhöht und nach dem Aufstehen wach macht.

Ohne eine Kaffeespezialität oder einen Tee in den Tag zu starten ist für viele Menschen nicht vorstellbar. Vielmehr erleben Sie Kopfschmerzen und Abgeschlafftheit, wenn Sie morgens nicht mindestens eine Tasse Kaffee trinken. Diese Beschwerden können durch eine Koffein-Abhängigkeit verursacht sein.

Wenn Koffein regelmäßig getrunken wird, setzt laut neuesten Studien ein Gewöhnungseffekt ein. Der sorgt dafür, dass Sie bei gleicher Dosierung eine verminderte Wirkung erfahren und anstatt Ihre Leistungsfähigkeit zu erhöhen, sie nur auf ein normales Maß bringen, dass nicht Kaffeetrinker auch haben. Der Kaffee am Morgen gleicht nur die Entzugserscheinungen aus. Falls Sie also unter Energiemangel leiden, sollten Sie die Ursachen dafür finden und z.B. durch Sport eine höhere Kapazität an Energie aufbauen, die Sie nutzen können. Dauerhaft kann Koffein Ihnen auf keinen Fall zu Höchstleistungen verhelfen.

Koffeinentzug ist besonders für Menschen, die viel Koffein gewohnt sind, hart. Sie fühlen sich müde und können Kopfschmerzen bekommen, da plötzlich mehr Blut ins Gehirn fließt (die regulierende, gefäßverengende Wirkung des Koffeins fällt plötzlich weg). Ihr Blutdruck wird sinken und Sie werden den Drang verspüren ein koffeinhaltiges Getränk zu sich zu nehmen. Ob nun einen Kaffee, Tee oder andere Mittel wie z.B. Guaranaextrakt, Cola oder sogar Schokolade – all diese Lebensmittel üben auf Menschen mit Koffeinentzug einen erhöhten Reiz aus.

Die Frage ist, ob man dem Drang nachgeben oder sich vom Koffein lösen sollte.

Dafür gibt es keine Patentantwort. Vielmehr sollte jeder für sich entscheiden, inwiefern er oder sie die am häufigsten verwendete „Droge“ der Welt konsumieren möchte. Durch moderates Kaffeetrinken sind wenig negative Auswirkungen zu erwarten. Antioxidantien (Flavonoide) im Kaffee machen ihn zu einem gesundheitsfördernden Getränk auf das man nicht verzichten muss. Solange man Koffein also nur zu Genusszwecken aufnimmt und es nicht regelmäßig exzessiv und tablettenweise mit dem Konsum übertreibt, ist bei den meisten Menschen alles im grünen Bereich.

Allerdings hat Koffein auch seine dunklen Seiten, die bei manchen Menschen zum Tragen kommen. Es kann Angstzustände verstärken, Schlafstörungen herbeiführen und zu gesteigerter Nervosität führen. Weiterhin kann es den Kreislauf übermäßig anregen und so den Puls und Blutdruck in beängstigende Höhen schießen lassen.

Falls eine dieser möglichen Wirkungen bei Ihnen eintritt, empfehle ich Ihnen dringend Ihren Arzt zu konsultieren und Koffein zu meiden. Weiterhin halte ich aufgrund der geschilderten Phänomene Koffein für eine schwache Droge, die sogar heftige Entzugserscheinungen auslösen kann. Wer Wert auf ein bewusstes nicht von Süchten bestimmtes Leben legt, sollte sich vielleicht überlegen, nur noch in Ausnahmefällen koffeinhaltige Getränke zu konsumieren.

Greifen Sie doch auf entkoffeinierten Kaffee, Roibuschtee oder sauberes, reines Trinkwasser zurück. So leben Sie grundsätzlich frei von Aufputschmitteln und können, wenn es mal darauf ankommt eine viel stärkere wachmachende Wirkung durch Kaffee erfahren.

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