Tipps gegen Schlaflosigkeit durch Internet- und Medienkonsum am Abend.

Schauen Sie abends auch zu lange Fernsehen oder surfen Sie zu später Stunde noch unproduktiv im Internet, anstatt ins Bett zu gehen? Dann ist dieser Post für Sie.

© Varlyte | Dreamstime.com

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Kennen Sie es, dass wenn Sie nach einem Fernseh- oder Internetabend übermüdet aufstehen mussten, sie sich darüber ärgern die Nacht zum Tag gemacht zu haben und den Vorsatz fassen, etwas früher schlafen zu gehen?
Wenn ja, wissen Sie auch dass dieser Vorsatz oft nicht eingehalten wird und der Prozess von vorn beginnt.

Warum das so ist und wie wir dieses Problem lösen, werden sie in den nächsten Zeilen erfahren.

Als ich selber mit diesem Problem zu kämpfen hatte, kam mir immer wieder die eine Frage in den Sinn:

Benutze ich meine Technik oder benutzt meine Technik mich?

Die Antwort bei mir war klar. Ich habe mich von meinem PC und von sozialen Netzwerken benutzen lassen. Weil es faszinierend ist 24/7 am weltweiten Informationsstrom teilzuhaben und noch lustige Videos anzuschauen fiel es mir schwer Grenzen zu ziehen.

Schließlich gibt es immer etwas neues auf Facebook und auch mein Twitter-Stream erhielt ständig neue interessante Updates. Warum also nicht noch 5 Minuten mitlesen? Aus fünf wurden zehn und aus zehn Minuten wurden 45 Minuten. Hinter diesem Zwang ständig informiert zu werden, steckt auch die Angst etwas zu verpassen und dann dumm vor anderen dazustehen.
Letztlich verschwendete ich so viele Abende meine Zeit und Energie für langfristig wertlose Unterhaltung.

Regeln ohne Angst

Wir müssen uns deshalb feste Regeln schaffen, die beim abendlichen Medienkonsum eingehalten werden. Das geht nur, wenn Sie es wollen. Ich kann Ihnen diese Strategie nicht aufzwingen, aber empfehle sie ihnen dringend.

Neue Regeln können wir nur schaffen und langfristig einhalten, wenn wir im ersten Schritt uns Ansehen, welche im dunkeln liegende Angst für unser Verhalten mitverantwortlich ist. Diese müssen wir ans Tageslich befördern und bekämpfen.

Wir verpassen sowieso nichts!

Meist liegt exzessivem Medienkonsum u.a. die Angst zugrunde etwas zu verpassen. Das ist auch der Grund warum wir ständig Emails abrufen oder News lesen wollen.
Wenn wir diese ans Licht holen und rational bewerten, merken wir schnell dass sie irrational ist. Oder wie viele Weltverändernde Ereignisse beginnen abends noch nach 22:00 und müssen dann unbedingt live verfolgt werden? Müssen wir wirklich noch bis in die Nacht unsere Facebook und Twitter Freunde verfolgen? Reicht es nicht auch am nächsten Tag kurz zu schauen, ob es noch nachts etwas wichtiges gab.
Natürlich reicht das! — Diese Einsicht ist der erste Schritt zum ändern unserer alten Gewohnheit.

Morgen wird mein Chef mich umbringen.

Bei vielen von uns kommt noch eine weitere Angst hinzu. Nämlich die Angst vor dem Ungewissen am nächsten Tag. Wir haben meistens sehr stressige Jobs und müssen ständig mit neuen Herausforderungen fertig werden. Weil wir oft nicht wissen, welche uns der Tag bringen wird, kann eine unterschwellige Angst vor dem Ungewissen entstehen. Diese sagt uns, dass wir lieber jetzt noch das Leben genießen sollten, bevor wir am nächsten Tag von unserem Chef gegrillt werden.

Auch hier ist die Frage. Wie realistisch ist es, dass wir morgen von unserem Chef umgebracht werden? Selbst wenn, bringt es dann etwas durch das nicht schlafen gehen auf eine mystische Rettung zu warten? Können wir jetzt noch etwas tun, damit der morgige Tag besser läuft? Falls sie eine Präsentation geben müssen, vielleicht noch ein letztes mal das Skript anschauen. Dann ist das produktiv und in Ordnung. Wenn ihre Handlung ihnen für den nächsten Tag nichts bringt und es Schlafenszeit ist, müssen sie die Disziplin aufbringen und ins Bett gehen.

Uralte Verkabelungen in Ihrem Gehirn sind die Ursache.

Unser Gegner sind irrationale Prozesse wahrscheinlich noch aus der Steinzeit, die in der modernen Welt keinen Sinn mehr haben, aber trotzdem unbeiirt in uns arbeiten (Details im Kurs). Lassen wir sie ungestört, bereiten sie uns Probleme mit dem Schlaf, unserer Produktivität und Fitness.

Eine gute Übung, um diese alte Verkabelung mithilfe unseres rationalen Denkens zu umgehen ist es, abends bewusst zu atmen und anschließend festzulegen, was der nächste logische Schritt für sie ist.

Atmen sie fünf Züge tief und bewusst. Anschließend überlegen sie sich: „Unter Berücksichtung meiner Ziele morgen, was ist für mich der nächstbeste Aktionsschritt?“

Z.B. „So schnell es geht Zähneputzen und ins Bett

Befolgen Sie ihre eigenen Antworten, denn sie wissen schließlich genau was das Richtige für sie ist. Lassen sie sich nur nicht von der Gemütlichkeit ihrer Couch dazu verleiten, irrational zu denken. Nutzen sie die Atemübung als Zäsur und versuchen Sie festzustellen, ob bestimmte Ängste eine Rolle in Ihrem abendlichen Ritual spielen.

Anschließend können Sie beginnen Rahmenbedingungen zu schaffen, die für sie immer gelten. Z.B. eine Zubettgehzeit oder eine Begrenzung der Stunden, die sie im Internet / vor dem Fernseher verbringen.

Schauen sie sich auch die vermutlich negativen Folgen an, wenn sie weitermachen wie bisher. Als mir klar wurde, dass ich meine Ziele nicht erreiche, wenn ich nicht herausfinde wie ich durch den Schlaf meine Energiereserven maximal auflade, habe ich plötzlich einen eisernen Willen gehabt, der selbst gegen die angesprochenen Urinstinkte, die ihnen Schlaf rauben, ankommt.

Übernehmen Sie Verantwortung für Ihre Schlafqualität und genießen Sie den heutigen Tag so gut es geht 😉

Tipps gegen Schlaflosigkeit durch Internet- und Medienkonsum am Abend.
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