Mein unerwarteter Koffein-Schock

Aufgrund meiner Aufklärungsarbeit zum Thema Schlaf bin ich ein Gegner des täglichen Kaffeetrinkens nur um wach zu werden. Dennoch genieße ich gelegentlich eine gute Kaffeespezialität. Diese gibt mir jedes mal einen besonderen Energiekick, da mein Gehirn nicht mehr gegen Koffein abgestumpft ist.

Heute war ich fast zwei Stunden in der Autowerkstatt, um auf eine Reparatur zu warten. Ich setzte mich zusammen mit meiner mitgebrachten Lektüre in den entspannten Wartebereich mit kleinen Snacks und einer High-Tech-Kaffeemaschine, die mich sofort anlächelte.Sie bot mir 12 verschiedene Kaffeespezialitäten an und mithilfe des großen Touchscreens konnte ich den Kaffee so konfigurieren wie ich es wollte. Es war möglich die Stärke zu regulieren und Zusätze wie z.B. Vanille hinzuzufügen. Weil ich technikbegeistert bin, testete ich die Kaffeemaschine auf Herz und Nieren.

Zuerst trank ich einen Cappuccino Spezial mit Vanille. Der Geschmack lies nicht zu wünschen übrig und war so ausgezeichnet, dass ich animiert wurde anstatt es bei dieser einen Tasse zu belassen noch viele andere Kaffeespezialitäten auszuprobieren. Mit 0,8 Litern Flüssigkeit mehr im Körper hatte ich einen guten Teil des Angebotes durch und konnte aufbrechen. Neben der Rechnung für die Reparatur bekam ich auch eine Rechnung für den Kaffeekonsum. Die Wirkung meines Kaffeegenusses war ein leichter Koffeinschock der meinen Kreislauf auf Hochtouren gebrach hat.

Hier sitze ich noch Stunden nach dem Werkstattaufenthalt mit viel Energie und Tatendrang. Meine Finger Zittern leicht und beweisen die physiologische Wirkung der Droge Koffeein eindrucksvoll. Ich fühle mich wie gedopt und bin in einer guten Verfassung für Sport und anspruchsvolle Tätigkeiten.

Diese Wirkung kann ich aber nicht täglich erwarten, wegen des in diesem Artikels zum Koffein beschriebenen Gewöhnungseffektes. Täglicher exzessiver Kaffeekonsum würde eher dazu führen, dass ich zittere und mich verkatert fühle, wenn ich keinen Koffeinschub gehabt hätte. In dem Fall brächte mich das Koffein nur auf meine normale Leistungsfähigkeit, aber nicht auf eine gesteigerte.

Deshalb behalte ich mir das Kaffeetrinken als gelegentlichen Genuss, um eben nicht in diese Falle zu tappen. Immer wenn ich dann einen guten Cappuccino trinke, bin ich umso euphorischer und genieße das Getränk, anstatt es nur herunterzukippen, wie viele „Gewohnheitstrinker“. Leider ist die Müdigkeit nur verschoben und wenn der Koffeinpegel in ein paar Stunden abgebaut wurde, werde ich wohl umso müder sein… Aber das war mir der Genuss wert.

Die Lektion aus dieser Erfahrung ist, dass Koffein gelegentlich eingenommen temporär die Leistungsfähigkeit erhöht. Es lohnt sich also sich das Kaffeetrinken für Stunden mit besonders hohen Anforderungen aufzuheben. So erhalten Sie sich die Fähigkeit mithilfe von Koffein auf Ihre Energiereserven in Situationen die es erfordern schnell zuzugreifen.

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Mein unerwarteter Koffein-Schock
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